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Nullsummenspiel der USA gegen den Rest der Welt

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Im Dreieck Washington – Rußland – China war der Stratege Henry Kissinger immer darauf bedacht, die Distanz Washingtons zu Rußland und zu China geringer zu halten als die Chinas zu Rußland. Damit sind die USA bestens gefahren.

Donald Trump hat es geschafft, daß heute die Distanz Chinas zu Washington und zu Rußland geringer ist als die Rußlands zu Washington.

Der Abstieg der USA von der Weltspitze zugunsten Chinas ist damit vollzogen.

Das hat einer davon, der das Nullsummenspiel USA gegen den Rest der Welt aus innenpolitischen Gründen beibehält, statt es, wie im Wahlkampf versprochen, zugunsten von Win-Win zu ändern.

Die EU zählt für China nicht mehr wie früher, und Deutschland, das mit seiner Flüchtlingspolitik soeben seine internationale Position zerstört, wird bilateral für China immer uninteressanter.

Danke, Angela Merkel!

GB verläßt die EU, und Frankreich wird fünf weitere Jahre des Abwirtschaftens vor sich haben, falls das überhaupt noch geht, aber Emmanuel Macron wird sein Bestes tun. Seine Wahl im zweiten Durchgang ist sehr wahrscheinlich.

Die in Mar-de-Lago, am 5. April 2017, seitens Xi Jinping in aller Sanftmut initiierten bilateralen Verträge der USA mit China, beim gleichzeitigen Regen von 23 bis 59 Tomahawk-Raketen auf den kleinen Flugplatz Syriens, des Verbündeten Rußlands, marginalisieren die EU noch mehr. Das fällt unter kurze Distanz Pekings zu Washington. Es ist China, das die jeweilige Distanz bestimmt.

Die USA werden zusehen müssen, wie China seine Position in Südostasien und im Südchinesischen Meer ausbaut, u.a. mit Hilfe Rußlands. Auch die Distanz zu Rußland bestimmt China. Die USA besetzen in diesem Dreieck den von China ihnen eingeräumten Platz. Die EU darf von den USA gern Huckepack mitgenommen werden.

Das kommt vom Nullsummenspiel, das derjenige, der darauf setzt, immer verliert, wie schon Napoleon und Adolf Hitler lernen mußten. Da würde auch kein gemeinsames militärisches Vorgehen der USA und der EU gegen Rußland und/oder China nutzen, und wenn es durch Stellvertreterkriege verbrämt würde. Nicht einmal, wenn China das Kriegstreiben der USA aus seinem Juliusturm finanzieren würde, gelänge das Unterfangen. Der in Irak und in Syrien mit und von den instrumentalisierten radikalen Muslimen seit 2011 in Gang gehaltene angebliche Bürgerkrieg, zeigt, wohin das führt.

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